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Organisationen kritisieren Förderpraxis

Mehr Transparenz bei Agrar-Zuschüssen

Berlin (epd). Ein Zusammenschluss von Umwelt- und Entwicklungs- organisationen hat Bund und Länder aufgefordert, die Verteilung der EU-Agrarzuschüsse wie in anderen europäischer Ländern offen zulegen. Nach Angaben der «Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen» werden rationalisierte Betriebe ungleich stärker als kleinere Bauernhöfe subventioniert.


Andere europäische Länder wie Dänemark, Großbritannien, Niederlande und Frankreich würden dies bereits praktizieren, erklärte die «Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen» am Dienstag in Berlin.

Von den mehr als 40 Milliarden Euro, mit denen die EU jedes Jahr Landwirtschaftsbetriebe und die Agrarindustrie unterstützt, fließen den Angaben zufolge 15 Prozent in die Bundesrepublik. Über die Verwendung dieser Gelder sollten die Bund und Länder in den jährlichen Agrarberichten Rechenschaft ablegen.

Der überwiegende Teil der Gelder sei bislang nicht an wirksame soziale und ökologische Kriterien geknüpft. Damit kämen einige rationalisierte, flächenstarke Betriebe auf Prämienzahlungen von bis zu 120.000 Euro pro Arbeitskraft, während kleinere Bauernhöfe weniger als ein Zehntel davon erhielten, hieß es weiter. Zudem gehe diese Subventionierung zu Lasten der Entwicklungsländer.

Stattdessen sollten die Zuschüsse an die Arbeitskraft, an Leistungen im Umweltschutz und den Erhalt von Kulturlandschaften sowie an Tierschutz- und Lebensmittelstandards gekoppelt werden, forderte die Initiative. Ihr gehören unter anderem Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Naturschutzbund, die Entwicklungsorganisationen Oxfam, der Evangelische Entwicklungsdienst und «Brot für die Welt» an.


(Dienstag, 07.03.)

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