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Hilfswerke kritisieren G8

Hungerbekämpfung fehlt auf der Tagesordnung

(Brot für die Welt). Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und "Brot für die Welt" haben kritisiert, dass beim G8 Gipfel in Kanada Hungerbekämpfung nicht auf der Tagesordnung steht. „Beim letzten G8 Gipfel wurden 22 Milliarden US-Dollar für die Verbesserung der globalen Ernährungssituation versprochen. Dieses Versprechen ist eine Luftblase, die zerplatzt ist“, sagt Rudolf Buntzel, Berater für Welternährung des EED.


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"Brot für die Welt“ und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) kritisieren, dass Lösungsvorschläge für die Hungerbekämpfung beim G8-Gipfel in Huntsville nicht weiterbearbeitet werden und die Versprechen aus L´Aquila vom letzten G8-Gipfel nicht eingehalten werden. „Wahrscheinlich werden nur 6 Milliarden US-Dollar von den versprochenen 22 Milliarden von den G8 für die Lösung der Nahrungsmittelkrise in den nächsten 3 Jahren bereitgestellt. Diese 6 Milliarden sind zudem keine zusätzlichen Gelder, sondern sind schon für bestehende Entwicklungsprogramme bewilligt“, so Bernhard Walter, Ernährungsexperte von „Brot für die Welt“.

„Die diesjährige Tagesordnung ist von der Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert. Die starken Schwankungen der internationalen Nahrungsmittelpreise, die Förderung von Kleinbauern und eine klimafreundliche Landwirtschaft finden keine Berücksichtigung. Es wäre Aufgabe der Entwicklungsminister gewesen, diese Punkte einzubringen“, so Bernhard Walter weiter.

„Ohne beherzte Reformen in den internationalen Agrarbeziehungen ist das Millenniumsziel der Halbierung des Hungers bis 2015 nicht zu erreichen“, sagt Rudolf Buntzel. Ihre Hoffnung setzen Brot für die Welt und EED auf das neu geschaffene Komitee zur Ernährungssicherheit, das im November 2009 beim Welternährungsgipfel in Rom beschlossen wurde. Es bezieht internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft und Privatwirtschaft ein. „Dieses Komitee stellt eine Art Welternährungsparlament dar. Hier können auch zivilgesellschaftliche Gruppen ihre Vorschläge über effektive Maßnahmen zur weltweiten Hungerbekämpfung vorbringen“, so Rudolf Buntzel. „Das ist ein echter Fortschritt, der aber nur dann auch zu Erfolgen führt, wenn die internationale Staatengemeinschaft ihre versprochenen finanziellen Zusagen von l’Aquila auch einhält.“


(Donnerstag, 24.06.)

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