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Diakonie schließt Berliner Treberhilfe aus

Berlin (epd). Die umstrittene Berliner Treberhilfe ist aus der Diakonie ausgeschlossen worden. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag fand ein entsprechender Antrag des Diakonischen Rates Zustimmung, wie das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Berlin mitteilte. Die Treberhilfe kündigte an, gegen den Ausschluss gerichtlich vorzugehen


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Der Ausschluss gilt auch für den Ableger Treberhilfe Brandenburg gGmbH. Zur Begründung des Ausschlusses hieß es, die Mitglieder des Diakonischen Werkes seien dem Gemeinwohl verpflichtet, erwirtschaftete Mittel seien zur Erfüllung dieses Auftrags einzusetzen. Die Gesellschafterstrukturen der Treberhilfe böten nach den bisherigen Erfahrungen dafür keine Gewähr. Außerdem habe das Ansehen der Diakonie in der Öffentlichkeit durch das Auftreten des Sozialunternehmens Schaden genommen.

Nach Auffassung der Treberhilfe sind die Gründe für einen Ausschluss vor allem durch den Erneuerungsprozess des gemeinnützigen Unternehmens in den vergangenen Monaten nicht mehr gegeben. Der neue Geschäftsführer Volker Härtig kündigte zudem am Donnerstag weitere Korrekturen in der Geschäftstätigkeit an. Der Ausschluss aus der Diakonie stelle keinen unmittelbaren Schaden für die Geschäftstätigkeit der Treberhilfe dar, erklärte das Sozialunternehmen. Er beeinträchtige aber die Reputation der Gesellschaft und erschwere damit die Restabilisierung und Erneuerung.

Am Donnerstagvormittag war die Treberhilfe vor Gericht damit gescheitert, ihren drohenden Ausschluss aus der Diakonie zu verhindern. Das Berliner Landgericht hob eine von der Treberhilfe am 11. Juni erwirkte einstweilige Verfügung auf, die dem evangelischen Dachverband eine Abstimmung über den Ausschluss der Treberhilfe untersagt hatte.

Das Gericht sah es als nicht gerechtfertigt an, schon vor der Diakonie-Mitgliederversammlung auf deren Meinungsbildung einzuwirken. Die Treberhilfe müsse zunächst hinnehmen, was in der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes beschlossen werde und könne dann gegebenenfalls dagegen vorgehen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen den Ex-Geschäftsführer der Treberhilfe, Harald Ehlert. Hintergrund sind Berichte über seinen aufwendigen Lebensstil. Ins Rollen kam die ganze Geschichte, als im Februar bekannt wurde, dass Ehlert als Dienstwagen einen Maserati fuhr.


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(Freitag, 18.06.)

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