Maserati-Affäre
Paritätischer für neues Gemeinnützigkeitsrecht
Berlin (epd). Als Konsequenz aus der sogenannten Maserati-Affäre um das Berliner Sozialunternehmen «Treberhilfe» hat der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin, Oswald Menninger (Foto), eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts gefordert. Es müsse künftig verhindert werden, dass eine Person an einer gemeinnützigen Einrichtung mehr als 50 Prozent der Anteile hält und zugleich Geschäftsführer ist, «wie es bei der Treberhilfe der Fall war», sagte Menninger der «Berliner Zeitung».
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| Oswald Menninger. (Foto: Eberhard Auriga) |
Wenn soziale Träger wie die Berliner Treberhilfe organisiert
seien, «dann besteht die Gefahr, dass das wirtschaftliche
Eigeninteresse die Selbstlosigkeit überwiegt», betonte Menninger.
Damit sei zugleich die «Binnenkontrolle» außer Kraft gesetzt. Die
«Treberhilfe», die mit rund 280 Mitarbeitern mehrere Projekte der
Obdachlosenbetreuung und Straßensozialarbeit betreibt, war in die
Kritik geraten. Anlass waren Meldungen, wonach Ex-Chef Harald Ehlert
einen Dienstwagen der italienischen Nobelmarke fuhr und mit monatlich
35.000 Euro auch ein ungewöhnlich hohes Gehalt bezog.
"Aus der Maserati-Affäre lernen!": Mitarbeiter protestieren gegen Treberhilfe-Führung
(Donnerstag, 10.06.)
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