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Charta unterzeichnet

Dritter Sektor in Berlin wird transparenter

(Berlin bürgeraktiv). Gemeinnützige Organisationen in Berlin haben eine Transparenzcharta unterzeichnet. Darin verpflichten sich die Organisationen u.a. der Öffentlichkeit "die wesentlichen inhaltlichen und wirtschaftlichen Informationen über unsere Organisation" zur Verfügung zu stellen sowie Entscheidungs- und Hierarchiestrukturen offen zu legen. “Die Selbstverpflichtung zur Transparenz ist das TÜV-Siegel für Vertrauenswürdigkeit", würdigte die Senatsbeauftragte für bürgerschaftliches Engagement, Monika Helbig, die Initiative.


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Berlins gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen sind die Träger Bürgerschaftlichen Engagements. Sie wollen ihre Arbeit für Bürgerinnen und Bürger künftig nachvollziehbarer und durchschaubarer machen. Deshalb sind die Vereinigungen des sogenannten Dritten Sektors in Berlin initiativ geworden und haben eine Transparenzcharta formuliert. Diese Charta wurde am 5. Oktober 2009 im Berliner Rathaus durch die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen unterzeichnet .

Die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement des Landes Berlin, Staatssekretärin Monika Helbig: “Wo Verwaltung und Organisation auf den Plan treten, und erst recht, wenn es um Geld geht, entstehen leider rasch Vorbehalte. Die Menschen haben schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht oder zumindest von schlechten Beispielen gehört. So etwas muss aus dem Weg geräumt werden, wenn wir Bürgerschaftliches Engagement erfolgreich fördern wollen.” Deshalb, so Helbig, begrüße sie die Initiative zur Transparenzcharta mit Nachdruck. Die Staatssekretärin: “Die Selbstverpflichtung zur Transparenz ist das TÜV-Siegel für Vertrauenswürdigkeit. Damit verbessern die beteiligten Organisationen eine der zentralen Voraussetzung für eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Berlins an der Gestaltung des städtischen Lebens in unserer Stadt.”

Helbig weiter: „Die Bereitschaft der Berlinerinnen und Berliner, sich freiwillig zu engagieren, setzt Vertrauen in gemeinnützige Projekte, Organisationen und Vereine voraus. Deren Ziele, Arbeitsweisen und Finanzdaten offenzulegen, schafft die Grundlage für dieses Vertrauen.“

Das Thema „Transparenz im Dritten Sektor“ wird bundesweit umfassend diskutiert. Der Dritte Sektor ist bisher weitgehend von den gesetzlichen Regeln ausgenommen, die in der Bundesrepublik Deutschland für öffentliche Institutionen und für Unternehmen der Wirtschaft existieren. Grund dafür ist, dass in der politischen Diskussion die Meinung vorherrscht, dass Selbstregulierungsinstrumente im Dritten Sektor wirksamer sein können als Gesetze.

Der Berliner Senat hat eine derartige Selbstregulierung angeregt und unterstützt. Im Internetportal “bürgeraktiv Berlin” hatte bis Mitte Februar ein erster Entwurf zur Diskussion gestanden. Ergebnis ist nun die neue Transparenzcharta. Sie wurde in zwei Gesprächsrunden unter Beteiligung verschiedener Organisationen erarbeitet. Die Transparenzgrundsätze der Berliner Organisationen des Dritten Sektors finden Sie unter www.berlin.de/buergeraktiv/transparenz.html


pfeil  VENRO-Mitgliederversammlung: Hilfsorganisationen beschließen Transparenzkodex

(Dienstag, 13.10.)

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