Helfen und trotzdem zahlen
Kirchentag weist Kritik an Ehrenamtspolitik zurück
Bremen (epd). Die Organisatoren des Evangelischen Kirchentages Ende Mai in Bremen wollen am Eintritt für ehrenamtliche Helfer festhalten. Ohne das Geld könne der Kirchentag in der gewohnten Dimension nicht stattfinden, sagte Kirchentags-Sprecherin Katja Tamchina. Zudem engagierten sie viele Helfer nur kurzzeitig. Von den etwa 100.000 Dauerteilnehmern des Kirchentags in Bremen werden etwa 35.000 Menschen aktiv am Kirchentag mitwirken.
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| Ohne Papphocker und ohne Eintrittsgelder kein Kirchentag. Freiwillige Helfer sorgen für beides. Das hat für Kritik gesorgt. |
Die Organisatoren des Deutschen Evangelischen Kirchentages haben Kritik an den Teilnehmerbeiträgen für ehrenamtlich Mitwirkende am Protestantentreffen in Bremen zurückgewiesen. Ohne dieses Geld könne der Kirchentag in der gewohnten Dimension gar nicht stattfinden, sagte Kirchentags-Sprecherin Katja Tamchina am
Donnerstag. Die Tageszeitung «taz» hatte in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, dass freiwillige Helfer im Ehrenamt während des Kirchentages vom 20. bis 24. Mai Eintritt zahlen müssen.
Von den etwa 100.000 Dauerteilnehmern, die zum Kirchentag erwartet werden, sind Tamchina zufolge 35.000 Mitwirkende: «Sie singen in Bands und Chören mit oder beteiligen sich auf dem Markt der Möglichkeiten.» Ihr Eintritt koste pro Kopf jeweils 24 Euro statt sonst 89 Euro. Sie engagierten sich meistens kurzzeitig, hätten mit
ihrem Ticket aber Zugang zu mehr als 2.000 Einzelveranstaltungen während des fünftägigen Kirchentages. «Wenn wir auf den Beitrag verzichten, müssten wir die Preise bei Jugend- und Familienkarten erhöhen - und das wollen wir nicht», betonte Tamchina.
In vielen Fällen würden Organisationen oder Initiativen, die auf dem Kirchentag präsent seien, die Kosten für ihre Helfer übernehmen. Die etwa 4.500 Ehrenamtlichen aus der Pfadfinderjugend, die im Schichtdienst zu den Säulen der Kirchentagsorganisation gehörten, würden für Unterkunft, Verpflegung und Eintritt nichts zahlen. Auch Gagen gebe es nicht. Sponsoren finanzierten die Auftritte prominenter Künstler wie des Rappers Thomas D. und der Kölner A-cappella-Gruppe «Wise Guys».
Wenn jemand den reduzierten Teilnehmerbeitrag nicht zahlen könne, «dann finden wir eine christliche Lösung», sagte Tamchina. Der Haushalt für den Kirchentag in Bremen hat den Angaben zufolge ein Volumen von knapp 14 Millionen Euro. 7,5 Millionen Euro steuern Stadt und Land Bremen bei, eine knappe Million bezahlt die gastgebende
Bremische Evangelische Kirche. Der Rest setze sich zusammen aus Sponsoring, Teilnehmer- und Mitwirkendenbeiträgen, hieß es.
Mehr Infos unter www.kirchentag.de
(Donnerstag, 09.04.)
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