Freitag, 30.07.2010

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Klima-Aktions-Netzwerk

Umweltorganisationen enttäuscht über Klimaverhandlungen

(epd). Am dritten Tag der Weltklimakonferenz auf Bali haben Umweltorganisationen den USA, Japan und Kanada eine harte Haltung gegenüber Entwicklungsländern vorgeworfen. China, Brasilien und Südafrika hätten sich bereit erklärt, mehr zum Klimaschutz beizutragen, erklärten Sprecher des «Klima-Aktions-Netzwerks», dem 430 Organisationen weltweit angehören.


Dies werde von einigen Industrieländern jedoch nicht ernst genommen.

«Wir sind sehr enttäuscht», sagte die Präsidentin von «Friends of the Earth», Meena Raman. Sie kritisierte besonders die Weigerung einiger Industriestaaten, den Schwellen- und Entwicklungsländern bei ihrem Wunsch nach mehr Technologietransfer entgegen zu kommen. Dabei seien schon die Verpflichtungen hierzu aus dem Kyoto-Protokoll nicht erfüllt worden. Stattdessen versuchten die USA, Japan, Kanada und auch Australien, die Länder des Südens zu weiteren Zugeständnissen zu bewegen.

Der Europa-Direktor des «Klima-Aktions-Netzwerks», Matthias Duwe, unterstrich, dass die Industrieländer als «historische Verschmutzer» der Atmosphäre in der Verantwortung stünden, ihre Treibhaus-Emissionen weiter stark zu verringern. Der Vorschlag, über eine Reduktion bis 2020 um 25 bis 40 Prozent zu verhandeln, sollte von allen Industrieländern unterstützt werden.

Auf der bis 14. Dezember dauernden Klimakonferenz verhandeln Regierungsvertreter von 190 Staaten zunächst auf Expertenebene, bevor in der nächsten Woche die Umweltminister anreisen. Die Konferenz soll die Weichen für ein Folge-Abkommen zum Kyoto-Klimaschutz-Protokoll für die Zeit nach 2012 stellen. Auf Bali soll der Startpunkt für die Verhandlungen darüber gesetzt werden.

Klima-Aktions-Netzwerk Europa


(Mittwoch, 05.12.)

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