Protest gegen Asylpolitik
Abschiebehäftlinge in Büren im Hungerstreik
Büren (epd). Im bundesweit größten Abschiebegefängnis in Büren sind mehrere Inhaftierte in den Hungerstreik getreten. Ihr Ziel sei die sofortige Freilassung aller Abschiebehäftlinge in Deutschland, erklärte der Verein «Hilfe für Menschen in Abschiebehaft» heute in Büren.
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Die Angaben über die Zahl der Hungerstreikenden klaffen
auseinander: Während die Menschenrechtsinitiative von 60 Inhaftierten
sprach, bestätigte die Anstaltsleitung aktuell nur noch einen Fall.
Von Sonntag bis Dienstag seien noch fünf Inhaftierte
unterschiedlicher nationaler Herkunft im Hungerstreik gewesen, sagte
Anstaltsleiter Volker Strohmeyer dem epd. Davon sei ein Mann übrig
geblieben, der «zurzeit nicht an der Anstaltsverpflegung teilnimmt».
Zwei der Betroffenen seien am Dienstagabend unter anderem wegen eines
Formfehlers der zuständigen Ausländerbehörde entlassen worden, hieß
es. Zwei weitere hätten den Hungerstreik abgebrochen.
In der JVA Büren nahe Paderborn sind zentral alle männlichen
Abschiebegefangenen aus Nordrhein-Westfalen untergebracht. Zurzeit
sind dort 137 Männer inhaftiert, denen die Abschiebung droht.
(Mittwoch, 05.09.)
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