Zwischenbilanz der Volksinitiative
25.000 Unterschriften für neues Wahlrecht
(Mehr Demokratie NRW). Die Volksinitiative Mehr Demokratie beim Wählen geht in ihr zweites Drittel. Nach Beratungen des Unterstützerbündnisses am Samstag in Dortmund soll die Unterschriftensammlung für ein demokratischeres Kommunalwahlrecht nun mit verstärkten Anstrengungen fortgesetzt werden. Bis zum Wochenende hatten sich etwa 25.000 Bürger in die Listen die Volksinitiative eingetragen.
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| "Nicht so leicht wie anfangs vermutet": Unterschriftensammlung in Köln (Foto: Mehr Demokratie e.V.) |
Damit ist ein gutes Drittel
der rund 66.000 notwendigen Unterschriften beisammen.
Für die Idee eines besseren Wahlrechts Unterschriften zu sammeln ist nicht so leicht
wie anfangs vermutet, räumte Daniel Schily, Landesgeschäftsführer der Organisation
Mehr Demokratie, auf dem Kampagnenratschlag selbstkritisch ein. Nicht wenige
Bürger lehnten bei der Ansprache auf der Straße die Befassung mit politischen Fragen
ab und äußerten, aus Frustration über den Zustand der Demokratie überhaupt nicht
mehr wählen zu gehen. Dass unsere Volksinitiative ein Vorschlag zur Verbesserung
der Demokratie ist, ist mit einigem Erklärungsaufwand verbunden, so Schily weiter.
Man habe daraus aber Konsequenzen gezogen und in den letzten Wochen verstärkt
neue Unterschriftensammler gewonnen und eigene Aktionen durchgeführt. So waren
bei einem Aktionscamp in Köln alleine knapp 6.000 Unterschriften zusammen
gekommen.
Mehr Demokratie will mit der Volksinitiative erreichen, dass die Bürger bei
Kommunalwahlen die von Ihnen favorisierten Kandidaten gezielt auswählen können
sollen. Die Wähler sollen die Möglichkeit erhalten, mehrere Stimmen auf einen
Kandidaten zu konzentrieren oder Stimmen auf Bewerber verschiedener Parteien zu
verteilen. Durch dieses "Kumulieren und Panaschieren" genannte Wahlrecht können
die Wähler die Reihenfolge der Mandatsbewerber auf den Vorschlagslisten der
Parteien noch einmal ändern. Dieses Wahlsystem wird in 13 Bundesländern teilweise
schon seit Jahrzehnten praktiziert.
Unterstützt wird die Volksinitiative von den Freien Wählern, der Grünen Jugend und
den Jungen Liberalen. Im Bündnis dabei sind auch der Bundesverband Junger
Unternehmer, die Humanistische Union und die Naturschutzjugend.
Mehr Informationen: www.neues-wahlrecht.de
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(Sonntag, 26.08.)
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