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Protest von Globalisierungskritikern

Ein Alternativgipfel gegen G-8

Berlin (epd). Mit einem internationalen Alternativgipfel in Rostock wollen sich mehr als 40 Organisationen an den friedlichen Protesten gegen den G-8-Gipfel beteiligen. Zu der Parallel-Konferenz vom 5. bis 7. Juni werden rund tausend Globalisierungskritiker erwartet, wie Peter Wahl vom attac-Koordinierungskreis heute mitteilte.


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Im Mittelpunkt stehen Klimaschutz, globale Gerechtigkeit, Militarismus und Geschlechterfragen. Zu den Trägern gehören Umweltgruppen, Entwicklungsorganisationen und Gewerkschaften.

Als prominente Redner werden unter anderem der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler, die indische Umweltschützerin Vandana Shiva, der Soziologe Walden Bello (Philippinen) und die attac-Aktivistin Susan George (Frankreich) erwartet. Ziel sei ein Austausch darüber, «wie eine andere Welt aussehen könnte», sagte Gerhard Timm, Geschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Timm wandte sich gegen überzogene Sicherheitsmaßnahmen: «Wir brauchen keinen Zaun und keine DNA-Proben.» Es gebe «keinerlei Anhaltspunkte, dass gewaltbereite Menschen den Gipfel für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen». Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrienationen (G-8) findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vom 6. bis 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm statt.

Jörn Kalinski, Geschäftsführer des Oxfam-Hilfswerks in Deutschland, kritisierte, der G-8-Gipfel könnte wie in der Vergangenheit ein «Festival der leeren Versprechen» werden. Globalisierungskritiker wollten deshalb Alternativen präsentieren. Als Beispiel nannte er die Forderung nach einer Trendwende in der Weltwirtschaft. Dazu gehöre der Abbau der Agrarsubventionen der Industrieländer.

Zum Alternativgipfel rufen unter anderem auch die kirchlichen Hilfswerke «Brot für die Welt», Evangelischer Entwicklungsdienst und Misereor auf sowie Greenpeace, die IG Metall und Ver.di.

Internet: www.g8-alternative-summit.org


(Donnerstag, 24.05.)

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