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Frauen mit Behinderung europaweit vernetzt

(Weibernetz). Mehr als hundert Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen aus 17 europäischen Ländern haben heute in Berlin ein europäisches Netzwerk behinderter Frauen gegründet. Das Intiatorinnen haben sich zum Ziel gesetzt, die Situation behinderter Frauen europaweit zu verbessern. Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit werden unter anderem die Themen Assistenz, Arbeit und sexuelle Gewalt sein.


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Von Schweden bis Griechenland, von Großbritannien bis zur Ukraine sind sich die Frauen darin einig, dass sie nur gemeinsam der mehrfachen Diskriminierung aufgrund ihres Frau- und Behindertenseins wirkungsvoll begegnen können.

Bisher wurden die Belange der rund 60 Millionen Frauen mit Behinderung in Europa weder in der Frauenpolitik noch in der Behindertenpolitik auf nationaler und europäischer Ebene ausreichend berücksichtigt. "Behinderte Frauen sind in allen Staaten stärker als behinderte Männer von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen; Mütter mit Behinderung sind gesellschaftlich nicht vorgesehen und erhalten nicht die notwendigen Unterstützungen", erläuterte Dinah Radtke, Vizevorsitzende von Disabled Peoples' International (DPI). Darüber hinaus seien Frauen mit Behinderung doppelt so häufig Opfer sexualisierter Gewalt wie nicht behinderte Frauen.

Aufgabe des neuen Netzwerks ist es, sich in nationale und europäische Behinderten- und Frauenpolitik einzumischen. So soll die Gründung von nationalen Netzwerken behinderter Frauen unterstützt werden. Ziel ist es, die Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen zu verbessern. "Derzeit hat auch die neue UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen eine hohe Prioorität für uns Netzwerkfrauen", sagt die Niederländerin Lydia la Rivière-Zijdel, International Training Advice Research. Darin verpflichten sich die Vertragsstaaten zu Maßnahmen, um die volle Teilhabe behinderter Frauen sicherzustellen. Das Netzwerk will die Ratifikation und Umsetzung der UN-Konvention in den europäischen Staaten vorantreiben und begleiten. So könne ihr Wunsch "Nichts über behinderte Mädchen und Frauen ohne behinderte Mädchen und Frauen" endlich Realität werden, hofft Lydia la Rivière-Zijdel.

Mehr Infos unter www.weibernetz.de


(Freitag, 04.05.)

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